Kanton Solothurn, Erschliessungsplanung Kieswerk Wyss
Erschliessungsplanung Kieswerk Wyss
Die Wyss Kieswerk AG betreibt auf dem Gemeindegebiet von Attiswil (Kanton Bern) eine Kiesgrube. Die Zu- und Wegfahrt erfolgt über das Gemeindegebiet von Flumenthal (Kanton Solothurn). Mit der Siedlungsentwicklung entlang der Höflisgasse ist ein Konflikt zwischen dem Betrieb des Kieswerks und den Interessen der Gemeinde Flumenthal und der Anwohner entstanden. Der Werkverkehr stellt aus Sicht der Anwohner eine beträchtliche Lärm- und Luftbelastung und vor allem ein Sicherheitsrisiko dar.
Die Kiesgrube Attiswil wird im Richtplan des Kantons Bern als Abbaugebiet von kantonaler Bedeutung eingestuft. Mit der vorgesehenen Erweiterung der Kiesgrube soll der zukünftige Abbau gesichert werden (Überbauungsordnung «Hobühl»). Damit wird der Konflikt zwischen Werkverkehr und Wohnquartier weiter verschärft.
In der Vergangenheit wurden zahlreiche Varianten zur Lösung des Erschliessungsproblems entworfen und 2002 im Rahmen einer Nutzwertanalyse bewertet und geprüft.
Mit der Nutzwertanalyse 2002 wurden insgesamt 4 Varianten beurteilt. Die Überprüfung der Variante «Naturnahes Aareufer» drängt sich deshalb auf, weil sich mit der inzwischen erfolgten Projektentwicklung einzelne Fakten und Merkmale verändert haben und auch die Bearbeitungstiefe eine präzisere Bewertung ermöglicht. Zu dieser Variante wird das gesamte Zielsystem neu bewertet.
Parallel dazu wird der Stand der aktuellen Erschliessung (Variante IST) mit den ausgeführten Verkehrsberuhigungsmassnahmen (Tempo 30) in einzelnen Beurteilungskriterien des Zielsystems analysiert und geprüft, ob sich wegen dieser Massnahmen eine abweichende Bewertung aufdrängt. Das Ergebnis 2002 war zwar nicht sehr sensitiv, dennoch ist es auch in Anbetracht der damaligen Rangfolge angezeigt, dass die Variante IST in die Neubeurteilung einbezogen wird.
Auftraggeber
Kanton Solothurn