Solothurn, städtische Verkehrserhebung 2010

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Das Verkehrsaufkommen in der Stadt Solothurn wird an ausgewählten Knoten und Querschnitten alle 5 Jahre erhoben, jeweils gleichzeitig und konzeptuell koordiniert mit der kantonalen Verkehrszählung. Das Büro WAM betreut diese Erhebungen im Auftrag des Stadtbauamtes seit 1995. So waren auch am 9. Juni 2010 an 30 Zählstellen auf Stadtgebiet rund 350 Oberstufenschülerinnen und -schüler im Einsatz.

Veränderungen gegenüber 2005

In der Agglomeration Solothurn haben sich in den vergangenen Jahren einschneidende Änderungen im Verkehrsnetz ergeben: Im Jahre 2002 wurde die A5 eröffnet, was sich bereits in der Zählung 2005 mit markanten Verkehrsabnahmen auf den Hauptstrassen entlang des Jurasüdfusses bemerkbar machte. Seit dem 8. August 2008 ist in Solothurn die Entlastung West (SEW) in Betrieb. Diese Umfahrungsstrasse soll zusammen mit der Schliessung der Wengibrücke für den motorisierten Individualverkehr die Kernstadt und angrenzende Gebiete von zusätzlichem Durchgangsverkehr entlasten und zudem im Westen der Stadt das Gebiet Obach/Mutten zweckmässig erschliessen.
Im Rahmen von ersten Erhebungen im September und November 2008 konnte der prognostizierte Entlastungseffekt bereits bestätigt werden. Mit aktuell um 25-30% tieferen Werten gegenüber 2005 hat sich die Belastung der Achse Luzernstrasse-Rötibrücke-Werkhofstrasse sogar noch weiter reduziert. Dem gegenüber steht eine Zunahme des Verkehrs auf der SEW um rund 10% seit Eröffnung. Entsprechend deutliche Belastungszunahmen sind auf der Bielstrasse unmittelbar westlich des Anschlusses SEW zu verzeichnen.
Die Auswirkungen der SEW zeigen sich auch als Verlagerungen im Netz der Gemeindestrassen: Abschnitte, welche als Zubringer zur Entlastungsstrasse dienen, weisen tendenziell leichte Verkehrszunahmen auf, während auf den übrigen Strassen mehrheitlich Abnahmen gegenüber 2005 festgestellt wurden. Hinweise auf ausgeprägte Fluchtverkehrsrouten wurden keine mehr registriert.

Langsamverkehr

Besondere Beachtung wurde 2010 dem aarequerenden Langsamverkehr geschenkt: Auf allen Brücken, inkl. der neuen Dreibeinskreuzbrücke im Westen der Stadt, wurden während 14 Stunden Fussgänger und Zweiräder gezählt. Im Bereich der Kernstadt wurden deutliche Verlagerungen von der Kreuzackerbrücke auf die Wengibrücke und Rötibrücke festgestellt, welche aufgrund der flankierenden Massnahmen an Attraktivität gewonnen haben. Insgesamt querten während 14 Stunden nahezu 13'000 Fussgänger die 5 untersuchten Brücken. Fast die Hälfte davon benützte dabei die Kreuzackerbrücke, ein weiteres Drittel die Wenigbrücke.

Auftraggeber

Stadt Solothurn

Zeitraum

2010

Ansprechpartner

Reto

RA Reto Affolter

+41 (0)32 625 27 37
»reto.affolter@wam-ing.ch